Friesia Communication Access Concentrator ( F-CAC )


Eine Machine to Machine ( M2M ) – Kommunikation zwischen einer Leitstelle und einem Endgerät auf der Basis von einer GPRS-Verbindung ist keine direkte Endgerät zu Endgerät Verbindung. Eine GPRS-Verbindung ist immer eine Kombination von Internet und einem GSM-Netz.

Dabei ist folgendes zu beachten:

  1. Die Adressierung der Endgeräte findet bei GPRS nicht wie bei GSM über eine Rufnummer, sondern über eine IP-Adresse statt. Die IP-Adresse wird dem Endgerät dynamisch vom GSM-Netzbetreiber zugeteilt.
  2. Eine Leitstelle kann keine GPRS-Verbindung mit einem Endgerät aufbauen, da die IP-Adresse unbekannt ist und eine Firewall das GSM-Netz schützt.
  3. Dem Endgerät muss die IP-Adresse oder zumindest der Host-Name der Leitstelle bekannt sein.
  4. Die Leitstelle hat nur einen geringen Einfluss auf eine stabile GPRS-Verbindung. Das Endgerät sollte einen Überwachungsmechanismus haben, mit dessen Hilfe eine ständige Erreichbarkeit durch die Leitstelle gewährleistet werden kann.

Das F-CAC ist ein softwarebasiertes Kommunikationszentrum, das ähnlich wie ein Gateway zwei unterschiedliche Welten miteinander verbindet. Der Datenaustausch mit den unterschiedlichen Kommunikationspartner findet über TCP statt. Das Programm kann ein vorhandenes Bus-System aufsplitten, ohne dass gravierende Änderungen an dem Applikations-Programm vorgenommen werden müssen.

Für das Endgeräte-Modem ( FGM2M-Mod ) ist das F-CAC eine Leitstelle, mit der es eine dauerhafte Verbindung aufbauen kann. Die Authentifizierung wird beim Verbindungsaufbau über einen TEA - Verschlüsselungs - Algorithmus abgesichert. Der Leitstelle ist nach dem erfolgreichen Verbindungsaufbau die Endgeräte-Adresse und der Endgeräte-Typ bekannt.

Ein Applikations-Programm muss sich wie ein Endgeräte-Modem bei der Leitstelle mit Hilfe des TEA - Verschlüsselungs - Algorithmus authentifizieren.

Dem F-CAC sind die verschiedenen Protokollaufbauten des Applikations-Programms bekannt. Sendet das Applikations-Programm Daten an ein Endgerät, ermittelt das F-CAC aus dem Protokoll-String die Geräte-Adresse und leitet diese Daten an das entsprechende Endgeräte-Modem weiter. Rückantworten des Endgerätes werden analog zu dem Applikations-Programm weitergeleitet.

Speziell für Remote-Control beinhalten das Endgeräte-Modem sowie das F-CAC eine Web - Client - Command Schnittstelle. Die Webanwendung Friesia Web Client Remote Control ( F-WCRC ) wendet bei der Authentifizierung ebenfalls den TEA - Verschlüsselungs - Algorithmus an. Der F-CAC filtert aus den übermittelten Web - Client - Commands, die an ihn gerichteten heraus und bearbeitet diese. Bei den Restlichen ermittelt er die mitgelieferte Endgeräte - Adresse, und sendet diese an das entsprechende Endgeräte-Modem weiter. Rückantworten werden an den entsprechendend F-WCRC zurückgegeben.

Unterschiedliche Protokollaufbauten sowie spezielle Kundenwünsche können dank der offenen Architektur des F-CAC jederzeit verwirklicht werden